Belastung für BürgerBusverein

Veröffentlichung Achimer Kreiszeitung 14.03.2018


Sinkende Passagierzahlen bei steigenden Busbetriebskosten

Ottersberg - „Viel geschafft – aber auch große Herausforderungen in der Zu-kunft“, so lässt sich der Bilanzbericht von Henning Struckmann, seit einem Jahr Vorsitzender des BürgerBusvereins Ottersberg, bei der Mitgliederversammlung am Samstag auf dem Quelkhorner Parzival-Hof zusammenfassen.

Struckmann ging zunächst auf die besonderen Schwerpunkte des vergangenen Jah-res ein. Da war zunächst die Erarbeitung eines neuen Fahrplans für die BürgerBus-Linien 788 und 789 zu erledigen: „Wegen der Neuvergabe des sogenannten ,Linien-bündels Nord' zum 1. August musste der BürgerBus-Fahrplan an die stark veränderten Fahrplan-Lagen der Regionalbusse angepasst werden – was sich leider in einem Rückgang unserer Fahrgastzahlen von knapp 20 Prozent niederschlug“, schilderte Struckmann. „Insbesondere auf der Linie 789 von Ottersberg über Fischerhude zum Bahnhof Sagehorn mussten gut nachgefragte Umläufe an die Regionalbusse abgege-ben werden“, berichtete der BürgerBus-Vorsitzende.

Zwar gelang es den Ottersbergern, mit zusätzlichen Fahrten nach Otterstedt-Nord und zu Dodenhof nach Posthausen dort jeweils deutliche Steigerungen zu erreichen. Nach wie vor wenig genutzt wird aber die Verbindung von Ottersberg durch den Alten Weg und die Siedlung nach Stuckenborstel mit Anschluss an den BürgerBus Sottrum. „Die neu eingerichtete Stichstrecke in die Fischerhuder Molkereistraße wird zwar angenom-men, aber es blieb mancher Bus leer“, bilanzierte Struckmann. Insgesamt ergab sich nach seinen Worten ein Rückgang von 35.700 Fahrgästen im Jahr 2016 auf 34.400 Passagiere 2017. Über ein komplettes Fahrplanjahr gesehen erwartet Struckmann in Zukunft gut 30.000 BürgerBus-Fahrgäste.

Treibstoff und Reparaturen werden teurer
Mit dem Rückgang der Passagierzahlen waren für den Verein auch entsprechend ge-ringere Fahrkartenumsätze verbunden. „Da gleichzeitig aber unsere Busbetriebskos-ten stiegen – insbesondere für Treibstoff und Reparaturen – wird der jährliche Zu-schussbedarf aktuell immer größer“, stellte der Vorsitzende fest. Eine Entlastung in dieser Hinsicht erhofft sich der BürgerBusverein von dem ohnehin anstehenden Aus-tausch des dienstältesten der beiden Busse gegen ein neues Fahrzeug. Die Beantra-gung entsprechender Investitionsfördermittel bei der Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG), dem Zweckverband Verkehrsverbund Bremen Niedersachsen (ZVBN), dem Landkreis Verden und dem Flecken Ottersberg wurde 2017 früh auf den Weg ge-bracht. „Nach der Bewilligung der Gelder Mitte des Jahres folgten aufwendige Verglei-che der infrage kommenden Bustypen – bis dann bestellt werden konnte“, berichtete Struckmann und kündigte schon mal an: „Es wird übrigens wieder ein Fiat-Ducato-Bus werden, allerdings mit allerlei Verbesserungen für Fahrer und Passagiere.“

2018 steht nun also zunächst der neue Bus im Mittelpunkt. Nach Schulungen für die Fahrer geht der „Neue“ demnächst in den Liniendienst. Gleichzeitig wird der Verkauf des frei werdenden Fahrzeugs vorbereitet. „Da aber auch der zweite Bus 2019 getauscht werden muss, steht der Beantragungs- und Auswahlprozess quasi ein weiteres Mal an“, informierte der BürgerBus-Chef die Vereinsmitglieder. Genug zu tun also beim BürgerBus Ottersberg – und das nicht nur im Liniendienst.

Die Versammlung klang aus mit dem Dank des Vorsitzenden an alle ehrenamtlichen Busfahrerinnen und -fahrer für ihren verlässlichen Einsatz und an alle Vorstands- und Vereinsmitglieder, die sich für unterschiedlichste Aufgaben engagierten – und die damit allesamt viel Freizeit in den Dienst für andere Menschen investierten.

Immer gern gesehen sind übrigens weitere fördernde Mitglieder, Fahrdienst-Interessenten und Partner für die Monitorwerbung in den beiden Kleinbussen.

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